Ritter- und Burgfräulein-Freizeit 2013

„Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht“

Ruppertshofen/ Burg Steinegg bei Pforzheim:

In der letzten Ferienwoche hatte sich das ehrenamtliche Mitarbeiterteam um Pfarrer Stephan Schiek etwas Besonderes für das Kinderferienprogramm in Ruppertshofen ausgedacht: Zusammen mit 30 Mädchen und Jungs ging es mit Bus und Bahn auf die Burg Steinegg bei Pforzheim.

Schon die Anreise war ein Abenteuer, doch dank der Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel kam die Gruppe pünktlich an ihrem Zielort, der Burg Steineigg, einem Freizeithaus der Evangelischen Kirche Pforzheim an. Dort erwartete sie schon das Küchenteam um Maria Bauer, das für eine hervorragende Verpflegung während der drei Freizeittage sorgte.

Am Ende des Rundgangs über die Burg, die vom Burgturm bis in den Gewölbekeller führte, sahen sich die erstaunten Freizeitteilnehmer im Mittelalter angekommen. Sie wurden von Landgräfin Sophie von Thüringen und ihrem Untergebenen Ritter Walter auf der Wartburg begrüßt und sogleich aufgefordert, sich angemessen zu gewanden. So zurecht gemacht erlebte die Freizeitgruppe die Geschichte der Elisabeth von Thüringen nach, die die Mitarbeitenden in zahlreichen Theaterszenen zur Aufführung brachten: Von der Ankunft der kleinen Prinzessin Elisabeth von Ungarn, über ihre Kindheit auf der Wartburg und ihre Hochzeit mit Landgraf Ludwig bis zu ihrer Flucht vor ihrem bösen Schwager Heinrich waren die aufmerksamen Mädchen und Jungs live und in der ersten Reihe mit dabei.

Dabei beeindruckte sie vor allem Elisabeths Engagement für die Armen und Kranken im Gegensatz zu dem luxuriösen Leben auf der Burg, das auch den Ausschlag für ihre Flucht gab. Als sogar aus dem Brot, das Elisabeth den Armen bringen wollte, nach einer Kontrolle durch den Schwager Heinrich Rosen wurden, wollte manch einer kaum seinen Augen trauen. Neben dieser Geschichte konnten die Freizeitteilnehmer auch noch das Leben im Mittelalter kennen lernen: In Workshops wurden Perlenarmbänder, Lederbeutel, Pfeile und Flaggen hergestellt und eine Suppe über dem offenen Feuer gekocht.

Bei einem Geländespiel musste man Edelsteine suchen und diese vor dem schwarzen Ritter in Sicherheit bringen. Ein Höhepunkt war sicherlich das Hochzeitsfest der Landgräfin, das mit einem Schwertkampf und einem Gastmahl im Burghof gefeiert wurde, ebenso wie das Ritterturnier, bei dem sich in die Kinder in den Disziplinen wie Lanzenstechen, Bogenschießen oder dem „Sturm auf die Burg“ bewähren mussten.

Die Abende wurden mit einer „Audienz beim König“ im Rittersaal beendet – bei Liedern und einer Geschichte durfte sich jedes Kind als „Königskind“ fühlen, das für Gott, den König, wichtig und beachtet ist. Nach drei erlebnisreichen Tagen musste die Freizeitgruppe noch ein reales Abenteuer meistern, da  bei der Rückfahrt auf der Remsbahn wegen eines Oberleitungsschadens die Züge ausgefallen waren.

Impressionen 2013