Ritter- und Burgfräulein-Freizeit 2014

„Laudato si, o mio Signore“

Nach der gelungenen Freizeit im letzten Jahr, machten sich wieder neun ehrenamtliche Mitarbeitende  zusammen mit 28 Mädchen und Jungs auf zur Ritter- und Burgfräulenfreizeit auf der Burg Steinegg bei Pforzheim.

Schon die Anreise war ein Abenteuer, doch dank der Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel kam die Gruppe pünktlich an ihrem Zielort, der Burg Steinegg, einem Freizeithaus der Evangelischen Kirche Pforzheim, an.

Dort erwartete sie schon das Küchenteam um Maria Bauer, das für eine hervorragende Verpflegung während der vier Freizeittage sorgte. Am Ende des Rundgangs über die Burg, die vom Burgturm bis in den Gewölbekeller führte, sahen sich die erstaunten Freizeitteilnehmer im Mittelalter angekommen.

Sie wurden vom Kaufmannsehepaar Pietro und Pica Bernadone nebst ihrem Sohn Francesco im mittelalterlichen Assisi begrüßt und sogleich aufgefordert, sich angemessen zu gewanden. So zurecht gemacht erlebte die Freizeitgruppe die Geschichte des Franz von Assisi nach, die die Mitarbeitenden in zahlreichen Theaterszenen zur Aufführung brachten: Von seiner Kindheit als verwöhnter Sohn reicher Eltern, die einjährige Kerkerhaft in Perugia, seine Hinwendung zu den Armen der Stadt, über seinen Bruch mit seinen Eltern und sein Leben als armer Bettelmönch waren die aufmerksamen Mädchen und Jungs live und in der ersten Reihe mit dabei. Dabei beeindruckte sie vor allem Franziskus Engagement für die Armen und Kranken im Gegensatz zu seinem früheren luxuriösen Leben und sein enger Kontakt zu den Tieren.

Neben dieser Geschichte konnten die Freizeitteilnehmer auch noch das Leben im Mittelalter kennen lernen: Auf einem mittelalterlichen Jahrmarkt konnten sie einer Alchemistin und einer Gaucklerin zuschauen oder sich bei allerhand Glückspielen erproben. In Workshops wurden Holzkreuze, Windlichter und Papier hergestellt und eine Suppe über dem offenen Feuer gekocht. Auf einem  Ritterturnier konnten sich die Kinder in den Disziplinen wie Lanzenstechen, Bogenschießen oder dem „Sturm auf die Burg“ bewähren.

Eine Wanderung führte über das Würmtal bis zur Burgruine Liebeneck. Bei einem Geländespiel musste die Gruppe die Versorgung der Stadt Gubbio sicherstellen und diese vor einem grimmigen Wolf retten. Ein Höhepunkt war sicherlich die Vorführung zweier Hundeführerinnen vom Hundesportverein Pforzheim, die den Kindern die Erziehung eines Hundes erklärten. Somit wurde auch deutlich, dass die Zähmung des wilden Wolfes von Gubbio durch Franziskus nicht ganz aus der Luft gegriffen war.

Das Lied „Laudato si“ begleite die Gruppe durch die Freizeit. Bei einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst erfuhren die Teilnehmenden, dass dieses Lied dem berühmten Sonnengesang des Franz von Assisi nachgedichtet ist. Die Abende wurden mit einer Geschichte des Ritterjungen Trutz und zahlreichen gemeinsam gesungenen Liedern im Rittersaal beendet.

Die eifrigen Helfer