„In der Welt habt ihr Angst …“ – Impulsgottesdienst

Impulsgottesdienst am 5. November 2016

Beim Impulsgottesdienst am vergangenen Sonntag stand das Thema „Angst“ im Mittelpunkt. Durch eine kurze Theaterszene, die im Warteraum einer Arztpraxis spielte, wurden die Gottesdienstbesucher eindrucksvoll in das Thema eingeführt. Ein Patient, der übertriebene Ängste selbst vor Kleinigkeiten zeigte und sich deshalb gegen alle Eventualitäten absichern wollte, wurde so von seinen Ängsten bestimmt, dass er gar nicht mehr lebenstauglich war.

In seiner Ansprache ging Pfarrer Stephan Schiek darauf ein, dass das Grundgefühl Angst zum menschlichen Leben mit dazu gehört und auch wichtige Funktionen habe. Jedoch wenn Existenzängste im persönlichen oder im gesellschaftlichen Bereich überhandnähmen, würden diese ganz das Leben des Einzelnen oder der Gesellschaft bestimmen. Wichtig sei ein bewusster, entspannter wie auch reflektierter Umgang mit der Angst. Indem man sich bewusst den Ängsten stelle, könnten diese überwunden werden. Kraft dazu komme aus dem Glauben, denn Jesus selbst habe seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern Mut gemacht: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“.

Für die Musik im Gottesdienst war Sebastian Krieg verantwortlich, der die zumeist neueren Lieder einfühlsam begleitete.

Im Anschluss an den Gottesdienst war Gelegenheit zum Gespräch bei einem gemeinsamen Mittagessen.

„Da tut sich was!“ – Vom Wachsen und Gedeihen

Impulsgottesdienst am 26. Juni 2016

Der Hof am Pfarrhaus füllte sich schnell mit jung und alt, die zum Impulsgottesdienst gekommen waren. Als Gast konnte das Vorbereitungsteam Pfarrer Reiner Kalmbach aus Argentinien begrüßen. „Da tut sich was! – vom Wachsen und Gedeihen“ war das Thema des Gottesdienstes, in dem das Gleichnis Jesu von der selbstwachsenden Saat im Mittelpunkt stand: „Mit dem Reich Gottes ist es wie bei einem Bauern: Er streut die Körner auf das Land, dann legt er sich schlafen und steht wieder auf – tagaus, tagein. Und die Saat geht auf und wächst – der Bauer weiß nicht wie.“ Diese Botschaft führten Matthias Bauer und Pfarrer Stephan Schiek in einer kurzen Theaterszene anschaulich vor Augen: Während der eine Hobbygärtner seine Pflanze mit „Turbosaatgut“, Wasser. Dünger und künstlicher Beleuchtung zum Wachsen zwingen wollte, vertraute der andere ganz dem Selbstwachstum seiner Pflanze und wurde mit einer schönen Blume belohnt. Die Blume das anderen war lediglich ein verdorrter Stängel. In seiner Ansprache ging Pfarrer Kalmbach auf diese Botschaft ein und mahnte, die Erde nicht durch Raubbau des Bodens und immer größerer Profitgier auszubeuten, sondern dankbar auf das zu schauen, wie gut Gott eigentlich diese Erde, unser einziges Haus, geschaffen hat und uns den Auftrag gab, sie zu schützen und zu bewahren. Im Anschluss an die Predigt konnten die Besucher selbst aktiv werden: Sei es bei einem Quiz zu Pflanzen, beim Einsäen eigener Blumen, beim Herstellen von Kräuterbutter oder Falten von Blüten. Pfarrer Kalmbach berichtete von den Agraraktionen großer Konzerne und Anlagefonds, die durch intensiv bewirtschaftete Monokulturen in Argentinien die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstörten. Matthias Bauer bedankte sich bei allen Mitwirkenden und bei Pfarrer Reiner Kalmbach und lud ihn ein, im nächsten Jahr mit der Reisegruppen aus seiner Gemeinde während ihres Deutschlandbesuches auch Ruppertshofen zu besuchen.

„Leben mit Grip – was gibt mir Halt?“

Erster Motorradfahrergottesdienst mit der Mobilen Kirche

Die Evangelische Kirchengemeinde Ruppertshofen veranstaltete zusammen mit der Süddeutschen Gemeinschaft Welzheim den ersten Motorradfahrergottesdienst beim Freizeitheim Sechselberg.

Ziel des Einsatzes der Mobilen Kirche ist es, die Kirche zu den Menschen zu bringen und gemeinsam in der freien Natur Gottesdienst zu feiern. Warum also auch nicht speziell mit Motorradfahrern? Das Gelände und die Vorzeichen rund um das Freizeitheim Sechselberg waren ideal, das Wetter zeigte sich eher von seiner unfreundlichen Seite, weshalb man in das Veranstaltungszelt hinter dem Freizeitheim auswich. Dennoch konnte Pfarrer Stephan Schiek ca. 40 Besucher zum Gottesdienst begrüßen. Nach und nach kamen sie: Die einen auf zwei Rädern – vom Rennrad über ein historisches Mofa bis hin zur Straßenmaschine war alles vertreten. Die anderen hatten aufgrund der Regenschauer dann doch das Auto vorgezogen. Beim Eintreffen stand man bei einer Tasse Kaffee und leckerem Hefe- und Nusszopf beieinander, bevor Sebastian Krieg am E-Piano und Manuela Wittek (Gesang) den Gottesdienst eröffneten- „Leben mit Grip – was gibt mir Halt“ hatte sich das Vorbereitungsteam zum Thema genommen. In seiner anschaulichen und lebensnahen Predigt zeigte Uli Schmalzhaf vom Süddeutschen Gemeinschaftsverband Bezirk Welzheim auf, was es heißt, durch die Verbindung mit Gott Halt im Leben zu haben. „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ Dieses Zitat aus Psalm 73 stand im Mittelpunkt der Ansprache: „Durch die Verbindung mit Gott entsteht ebenso wie durch die Haftung eines guten Motorradreifens mit dem Asphalt eine kraftschlüssige Verbindung. Das zweite gibt meiner Fahrt, das erste meinem Leben Halt“, betonte Uli Schmalzhaf. Anhand der biblischen Geschichte von David und Goliath schlug er  immer wieder Brücken in die Lebenswelt der Zuhörer. Der Gottesdienst  war ein gelungenes Experiment, das im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden kann, wie das Interesse aller zeigte. Dann hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein, damit anschließend zu einer Motorradausfahrt eingeladen werden kann

Das Schicksal der assyrischen Christen –
Impulsgottesdienst am 13. März 2016

Am Sonntag, 13. März 2016 trafen sich knapp 80 Besucher zum ersten Impulsgottesdienst in diesem Jahr. Das Thema des Gottesdienstes war das aktuelle Schicksal der assyrischen Christen, die in ihrem Heimatland Syrien verfolgt, verschleppt und mit dem Tode bedroht werden. Ornina Khmis, Studentin an der pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd, stammt selbst aus Syrien und kam im Alter von vier Jahren nach Deutschland. Sie berichtete mit aktuellen Bildern von dem Schicksal ihre Verwandten, Landsleute und Glaubensgeschwister. Zuerst führte sie in die Besonderheiten der assyrischen Christen ein, die der römisch-katholischen Kirche sehr nahe stehen, und zeigte Fotos des Gotteshauses in ihrem Heimatort in Syrien. Diese wurde von der Gemeinde selbst gebaut und nach ca. 10 Jahren von den Terroristen der IS zerstört. Weitere Fotos aus ihrer Heimat zeigten die verzweifelte Lage der dortigen Christen, die unter starker Verfolgung leiden und deren Lebensgrundlage systematisch zerstört wird. „Gerne wären wir in unserem Land geblieben oder würden dorthin zurückkehren, doch daran ist in der aktuellen Lage nicht zu denken,“ gab die engagiert vortragende Studentin den aufmerksamen Zuhörern mit. Eindringlich warb sie dafür, Geflüchtete aus ihrem Land, die bei uns Schutz suchen, freundlich aufzunehmen: „Diese Menschen haben alles verloren und schlimme Erfahrungen auf ihrer langen Flucht machen müssen. Wenn Sie sich ein Bild verschaffen wollen, fragen Sie die Geflüchteten selbst.“  Ebenso stand sie dem militärischen Eingreifen des Westens in Syrien sehr kritisch gegenüber. Viel besser wäre es, so ihre Meinung, die Waffenlieferungen und die finanzielle Unterstützung der Kriegsgegner zu unterbinden. 

Mir ihrem engagierten und authentischen Schilderungen hinterließ Ornina Khmis einen nachhaltigen Eindruck bei den Gottesdienstbesuchern. Pfarrer Stephan Schiek fasste die Eindrücke zusammen: Wichtig ist es, dass wir von verlässlichen Quellen informiert werden, und uns als Christen unserer öffentlichen Verantwortung stellen sowie in Fürbitte für verfolgte Menschen, besonders für Glaubensgeschwister eintreten. Matthias Bauer gab den Dank der Kirchengemeinde weiter, den Ornina Khmis unter lang anhaltendem Applaus gerne entgegen nahm. Im Anschluss an den Gottesdienst blieben viele  Besucher beim Mittagessen mit syrischen und schwäbischen Spezialitäten zusammen.