Freundschaften über Kontinente hinweg

Besuch aus Argentinien

Schon seit fast 30 Jahren bestehen die Freundeskreise Alto Uruguay und Rio Negro, die die Arbeit des aus Hönig stammenden Pfarrers Reiner Kalmbach in Argentinien unterstützen. Diese Freundschaft wurde durch einen Besuch der Gemeindeleitungen der evangelischen Gemeinden San Martin de los Andes und San Carlos de Bariloche vertieft.

Unsere Kirchengemeinde organisiert seit fast drei Jahrzehnten die Spendenweiterleitung an die Projekte der kleinen evangelischen Kirchengemeinden in Argentinien. Gesammelt werden diese durch Einzelspenden und Großspenden, die vor allem aus dem Kirchenbezirk Blaubeuren stammen. Dort organisiert das örtliche Jugendwerk jährlich ein 24-Stunden-Fußballturnier, dessen Erlös den Projekten in der Andenregion Rio Negro zugutekommt. So hat Pfarrer Reiner Kalmbach beispielsweise ein Gemeindezentrum mit Altenheim in der südargentinischen Stadt Allen aufgebaut. Seit wenigen Jahren wurden in den Anden in San Martin eine neue Gemeinde geründet, ein Gemeindesaal ist entstanden, es fehlen noch die Kirche und das dazugehörige Pfarrhaus. Aber auch diakonische Projekte wie ein Frauenhaus mit dazugehörigen Bäckerei werden unterstützt. Nachdem Pfarrer Kalmbach schon mehrere Jugendgruppen aus der Gemeinde nach Deutschland begleitet hat, entstand der Wunsch bei den erwachsenen Gemeindegliedern, auch einmal die alte Heimat ihres Seelsorgers zu besuchen. So wurden das Reformationsjubiläum und der Kirchentag in Berlin und Wittenberg zum Anlass genommen, Deutschland zu besuchen. Während dieser Reise machte die dreizehnköpfige Reisegruppe auch Station in Ruppertshofen und berichtete bei einem Gemeindeabend von der aktuellen Situation ihrer Kirchen in Argentinien. Als Höhepunkt überreichte die Gruppe Pfarrer Stephan Schiek und Kirchengemeinderatsvorsitzemden Matthias Bauer ein handgetöpfertes Abendmahlsgeschirr aus der Region. Während ihres Besuchs wurde die Gruppe auch von Bürgermeister Peter Kühnl im Rathaus empfangen, besichtigte Ruppertshofen und machte einen Ausflug über den Lebensweg zum St. Salvator in Schwäbisch Gmünd. Die während der kurzen Zeit entstandenen persönlichen Freundschaften sollen eventuell durch einen Gegenbesuch in Argentinien in den nächsten Jahren weiter gefestigt werden.