Ein Ave Maria für die Orgel

Festliches Kirchenkonzert mit Astrid Harzbecker in Tonolzbronn

Mit einem Teil des Erlöses des Kirchenkonzerts vom 6. November 2015 soll die Orgel in der Stephanuskirche in Ruppertshofen-Tonolzbronn restauriert werden. Astrid Harzbeckers Stimme erfüllte die kleine Kirche mit bekannten Liedern der Kirchenmusik, Klassik und dem Thema „Gottes Schöpfung und deren Bewahrung in christlicher Verantwortung“.

Mit ihrer raumfüllenden Alt-Stimme eröffnete Astrid Harzbecker mit „Ich bete an die Macht der Liebe“, das Konzert. Auch sie freute sich, „dass so viele Besucher den Weg hierher gefunden haben“. Über den Inhalt des Konzerts sagte die blonde Sängern, „es geht heute in Wort und Musik um das Wort Gottes und seiner ewigen Liebe“. In einigen Musikstücken wurde die Gewinnerin im Jahr 2000 des Deutschen Grand Prix der Volksmusik von ihrem Ehemann Hans-Jürgen Schmid „ein Virtuose auf allen Tasteninstrumenten“, so Harzbecker begleitet. Als Solokünstler gab Schmidt auf dem E-Piano russische Volksweisen zu hören. Die Melodien ertönten traurig und tragisch, sie ließen die Weite und die Einsamkeit der Taiga förmlich spüren. Immer wieder streute das Paar persönliche Informationen ein. So erfuhren die Zuhörer dass das Paar seit 26 Jahren verheiratet und tiefgläubig ist. Während Schmidt der evangelischen Konfession angehört ist die Sängerin katholisch getauft, „worüber ich meiner Mutter unendlich dankbar bin“. Beide, der Konzertpianist Schmidt als auch die Sängerin Harzbecker lassen laut eigenem Bekunden „keinen Gottesdienst aus“, Er begleitet sie in die katholische Messe, während Harzbecker gerne die evangelischen Gottesdienste besucht, „da bekommt man immer einen Schluck Wein zu trinken“, schmunzelt die Alt-Sängerin. Das Paar hat lange Zeit in Suhl in Thüringen gelebt und dort auch geheiratet, dort entstand auch der Titel „Oh Maria schütz die Berge“, besonders stolz ist die Sängerin darüber dass der Titel bei „Melodie der Berge verfilmt wurde“. Die in Riesa/Sachsen geborene Harzbecker zitierte ihre früh verstorbene Mutter Christa mit den Worten, „wer auf Gott baut hat nicht auf Sand gebaut“, in Erinnerung an ihre Mutter gab es am Freitag, „exklusiv und nur hier“ eine Eigenkomposition mit der Textzeile „Mutter mein Herz ruft nach dir“. Das anrührende Musikstück erhielt, wie alle anderen Titel seinen wohlverdienten Applaus. Heute lebt das Musikerpaar in Holzkirchen in der Nähe von München, die Umgebung ihres Wohnortes hielten sie fest in dem musikalischen Geschehen von „Engel der Berge“. Auch klassische Musikstücke wie Mozarts „Ave Verum“ oder „eines der schönsten Wiegenlieder, „schlafe mein Prinzchen schlaf ein“ ebenfalls von Wolfgang Amadeus Mozart kamen zu Gehör. „Letztes Morgenrot“ von der früh verstorbenen Alexandra mit der Harzbecker laut eigenem Bekunden „stimmlich öfters in Verbindung gebracht wird“, war ebenfalls zu hören. Das Publikum bedankte sich  mit stehenden Ovationen und Pfarrer Schiek konnte sich am Konzertende für die „besondere Stimmung, die Harzbecker und Schmidt in die Kirche gebracht haben“ bedanken. Mit einem Abendsegen verabschiedete der Theologe die Besucher.

Von Andrea Rohrbach