Musik bei Kerzenschein am Ewigkeitssonntag

Bei einem weiteren Konzert in der Reihe „Musik bei Kerzenschein“ stand Musik für Cello Solo im Mittelpunkt. Der Cellist Felix Thiedemann, der schon im letzten Jahr zu Gast in der Nikolauskapelle war, stellte sein Instrument auf beeindruckende Art und Weise vor. Im Mittelpunkt des Programms standen zwei Suiten für Cello-Solo aus der Feder Johann Sebastian Bachs.

Der Interpret, der neben seinem pädagogischen und Konzertexamen auch ein Studium mit dem Schwerpunkt für historische Aufführungspraxis absolviert hatte, spielte auf einem Nachbau eines Cellos aus der Barockzeit: Dieses hat beispielsweise keinen Stachel, die Saiten sind nicht aus Metall, sondern aus Schafsdarm. In virtuoser Weise erklangen die alten Tanzsätze der beiden Suiten und man merkte, dass Felix Thiedemann sein Instrument perfekt beherrscht.

Zwischen den Sätzen trug Pfarrer Stephan Schiek besinnliche Texte zum Ewigkeitssonntag vor, die zum Nachdenken über das Vergehen allen Lebens und der christlichen Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Gott einluden.

„Freude“ – Musik bei Kerzenschein

Unter dem Titel „Freude“ fand am Sonntag, den 7. Mai 2017 ein Konzert mit Fagott und Harfe in der Nikolauskapelle statt.

Eine wahre „Freude“ war es Pfarrer Stephan Schiek die beiden Musikerinnen Arlette Probst und Magdalena Walesch mit ihren für die Nikolauskapelle ausgefallenen Instrumenten Fagott und Harfe begrüßen zu können. Die gebürtige Schweizerin Arlette Probst und die Stuttgarterin Magdalena Walesch, beide aktuell Musiklehrerinnen an der städtischen Musikschule in Schwäbisch Gmünd, begeisterten ihr Publikum mit ihrem kleinen Kammerkonzert. Der Abend begann mit einem Stück des kubanischen Komponisten Ignacio Cervantes, dessen Titel „La tarde está amorosa – der Abend ist lieblich“ zum Motto für das gesamte Programm wurde. Die beiden Ausführenden stellten brillant ihre Instrumente den interessierten Zuhörern vor -im Duett oder auch Solo - mit den unterschiedlichsten Klangfarben: So erklang das bekannte Ave Maria ebenso wie unbekanntere Stücke: Arlette Probst präsentierte gekonnt ihr Instrument Fagott mit der anspruchsvollen Partita for solo bassoon des englischen Komponisten Gordon Jacob, der es sich zu Aufgabe gemacht hatte, für jedes Blasinstrument ein Solostück zu schreiben. Magdalena Walesch ließ die volle Klangfarbe ihrer Harfe beim Stück Nataljana der amerikanischen Jazzkomponistin Debora Henson-Conant lebendig werden. Zwischen den Musikstücken trug Pfarrer Stephan Schiek besinnliche Texte vor, deren Tenor es war, das eigene Leben intensiv wahrzunehmen und bewusst zu gestalten; ein Anliegen, das in den beiden Schlussstücken – zwei argentinischen Tanzsätzen im Tangorhythmus – musikalisch zum Klingen kam.