„Tod – made in Germany“

Auf Einladung des Kreuz-und-quer-Teams war in der letzten Woche der landeskirchliche Beauftrage für Friedensarbeit, Pfarrer Joachim Schilling, bei uns zu Gast in Ruppertshofen. Er stellte einer kleinen Gruppe interessierter Gäste die Erklärung der württembergischen Landeskirche zu den deutschen Rüstungsexporten vor. Darin wird die Beschränkung von Waffenexporten, das Exportverbot von Kleinwaffen zu militärischen Zwecken und die Stärkung von Friedensbildung und ziviler Konfliktbearbeitung gefordert. Die Landeskirche verpflichtet sich gleichzeitig Friedensbildung und Friedensarbeit zu stärken, einen Runden Tisch für Rüstungskonversion, das heißt die Umstellung industrieller Betriebe oder ganzer Industriezweige der Rüstungsproduktion auf zivile Fertigung, zu initiieren und eine öffentliche Diskussion über das Exportverbot von Kleinwaffen zu militärischen Zwecken anzustoßen. Damit macht sie Ernst damit, was ihr eigentlicher Auftrag ist, nämlich der Welt Frieden zu bringen und sich für Versöhnung und Gerechtigkeit einzusetzen. Leider hat diese Erklärung, die die Landessynode in ihrer Sitzung im November letzten Jahres nahezu einstimmig verabschiedet hatte, in der Öffentlichkeit noch nicht die Resonanz gefunden, die sie verdient hätte. Pfarrer Stephan Schiek dankte seinem Kollegen sehr herzlich für seine engagierte Arbeit und für die vielen Informationen rund um das Thema Rüstung und Frieden – so kamen auch manche Hintergrundinformationen zur Sprache.

Interessierte Gemeindemitglieder können die „Erklärung der evangelischen Landeskirche in Württemberg zu deutschen Rüstungsexporten“ hier nachlesen.