Ökumenisches Männervesper

Aktivitäten 2020

Ownhome – ein nachhaltiges Haus zum Selberbauen

Ausflug mit Besichtigung und anschließender Einkehr

  • Termin:  Samstag, 25.04.2020, 13:00 Uhr
  • Treffpunkt: Evang. Pfarrhaus,  Erlenstraße 5, 73577 Ruppertshofen

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Bebauen und Bewahren

Unser Wald im 21. Jahrhundert

Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Ruppertshofen und Spraitbach luden zum ersten Männervesper im Jahr 2020. Das Thema „Unser Wald im 21. Jahrhundert“ stieß auf breites Interesse, so dass der Gemeindesaal im evangelischen Pfarrhaus in Ruppertshofen bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Nach einer gemütlichen Vesperrunde konnte Pfarrer Stephan Schiek im Namen des Männervesperteams Gottlieb Zimmermann, Revierleiter vom Forstrevier Hohenohl, als Referent begrüßen: Der Wald ist in aller Munde, heute mehr denn je? Wie ist es aktuell um ihn bestellt und wie sollen auch diejenigen, die selbst ein Waldstück besitzen, auf die zukünftigen Entwicklungen reagieren?

Um für dieses Thema zu sensibilisieren hatte Gottlieb Zimmermann einen fundierten Vortrag ausgearbeitet. Er begann mit der Geschichte des Waldes in Mitteleuropa und zeigte auf, dass in den verschiedenen Klimaperioden seit der letzten Eiszeit der Wald sich beständig gewandelt hat. Das Erscheinungsbild des Waldes in den letzten Jahrhunderten blieb keineswegs gleich. Es wechselte von Eichenmischwäldern vor der Bronzezeit über Buchenmischwälder bis ins frühe Mittelalter zu ziemlich ausgebeuteten Waldflächen, die, vor allem im 19. Jahrhundert, mit Nadelhölzern wieder aufgeforstet wurden.

Die Waldgebiete sind für den Menschen der Gegenwart von hoher Bedeutung: Zum ersten liefern sie einen nachhaltigen und klimaneutralen Bau- und Rohstoff: „Die Holzproduktion erzeugt kein klimaschädliches Co2-Gas und wenn Holz in Form von Baustoff oder Möbeln veredelt wird, dient das in hohem Maße dem Klima“, führte Gottlieb Zimmermann aus. Des Weiteren dient der von Menschen bewirtschaftete Wald vielen Tieren als idealer Lebensraum. Um ihn zu pflegen, bedürfe es aber auch der Bejagung. Auch für den Menschen ist der Wald von unschätzbarem Erholungswert. Jedoch ist er durch die aktuelle klimatische Entwicklung gefährdet. Zwar gab es in früheren Jahrhunderten auch Wärme- und Dürreperioden, doch die von den Menschen gemachte aktuelle Situation, hat die Entwicklung rasant beschleunigt und fällt viel extremer aus als vormals. Schädlingsbefall durch die Borkenkäfer und Bäume, die mit der Hitze und dem weniger werdendem Wasser nicht mehr zurecht kommen sind die Folgen. Leider gebe es im Moment noch keine genauen Rezepte, um darauf zu reagieren. „Wir müssen weiterhin genau beobachten und uns der Verantwortung stellen, die schon in der Bibel anklingt: Bebauen und Bewahren,“ war ein Fazit des Referenten. Die Zuhörerschaft dankte mit einem lang anhaltendem Applaus und bekam Anregungen zum Weiterdenken.