Ausflug des ökumenischen Männervespers
ins Bier- und Jagdmuseum

Die letzte Aktion des ökumenischen Männerverspers der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Ruppertshofen führte ins Bier- und Jagdmuseum zu Martin und Ute Nuding auf den Rehnenhof. Die Gruppe füllte das gesamte Vesperstüble und wurde herzlich von den Inhabern mit deren traditionellen Bieraperitif Hubi begrüßt, bevor ein herzhaftes Vesper zur Stärkung wartete. Dazu genoss man das von Martin Nuding selbstgebraute Bier.

Im Anschluss ging es in zwei Gruppen durch die Ausstellungsräume. So erfuhren die Besucher Wissenswertes über das Bierbrauen und vor allem über Gmünds letzte aktive Brauerei, die Engelbrauerei, in der Martin Nuding lange Jahre selbst beschäftigt war. Nach zehn Jahren Leerstand rettete er viele Erinnerungsstücke aus dem ehemaligen Brauereigebäude, lagerte sie zunächst ein, bevor er sich mit seiner Frau entschloss, die Erinnerungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es sind wahre Schätze der heimischen Alltagskultur, die man sonst nirgendwo auf der Welt zu sehen bekommt: So zum Beispiel ein Großteil des ehemaligen Dosensortiments mit zahlreichen Sonderaktionen, die die Engelbrauerei in alle Welt verschickte, darunter das berühmte „Fliegerbier“. Aber auch der Original Anzapfhahn für das Aloislefest, das die Brauerei im Jahr 1969 ins Leben gerufen hatte.

Männer backen für ihre Frauen

Eine gut gelaunte Männerschar traf sich im Hofcafé Weggenziegelhütte, um für ihre Frauen zu backen. Die Inhaberin, Frau Renate Schulz erwartete die fleißigen Mitarbeiter bereits. Unter ihrer fachkundigen Anleitung wurde der Teig für die Salzkuchen gemacht, portioniert und ausgewellt, Zwiebel, Lauch und Äpfel für den Belag geschnitten. So entstanden insgesamt 35 Salzkuchen mit unterschiedlichem Belag, Pizza und süße Apfelfladen, die im Holzbackofen vorgebacken wurden. Bei Eintreffen der Frauen konnte diese gleich mit einem ofenfrischen Stück Kuchen begrüßt werden. Nach und nach kamen die köstlichen Kuchen auf den Tisch und alle konnten es sich schmecken lassen. Pfarrer Stephan Schiek bedankte sich im Namen aller Anwesenden bei den Mitarbeitenden des Hofcafés für den sehr angenehmen Abend in geselliger Runde.

7000 Jahre Astronomie

Orionnebel (Foto: Joachim Kranzen)

Die evangelische und katholische Kirchengemeinde Ruppertshofen laden zum Männervesper ein:

7000 Jahre Astronomie

Ein multimedialer Reisebericht der besonderen Art! Tolle Fotos, 3D-Animationen, LIVE-Musik, mit gemeinsamen Vesper. Am Montag, 16. April 2018 um 19.30 Uhr Gemeindesaal im evang. Pfarrhaus.

Seit tausenden von Jahren betrachten Menschen den Himmel und sind verzaubert von all dem Rätselhaften, das es zu entdecken gibt. Die Geschichte der Astronomie ist eine Reise durch Raum und Zeit, deren Ende noch nicht abzusehen ist.

Wir besuchen mystische Orte und längst verstorbene Himmelsforscher und tauchen in unterschiedliche Epochen und verschiedenste Kulturen ein.

Unser Referent Joachim Kranzen aus Aalen stellt uns seinen „Reisebericht“ durch Bilder und 3D-Animationen visuell dar, liest Nachrichten längst verstorbener Astronomen vor und begleitet an passender Stelle seinen Vortrag mit LIVE-Musik.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Zerrissenes Land – die christliche Siedlung Nes Ammim in Israel

Beim zweiten Treffen des Männervespers im Jahr 2018 war Pfarrer i.R. Rainer Stuhlmann aus Köln zu Gast. Er hatte nach seinem aktiven Dienst in den letzten fünf Jahren die Studienleitung für die Freiwilligendienste in der christlichen Siedlung Nes Ammim inne. Diese wurde im Jahr 1963 in Nordwest-Galiläa als ein Zeichen für die Versöhnung mit dem jüdischen Volk gegründet. Die grundsätzliche, aber nicht unkritische Solidarität mit Israel und der Verzicht auf Mission an Juden brachten Nes Ammim in Israel selbst wie auch international die heutige Anerkennung. In der Siedlung leben zahlreiche Freiwillige aus Europa. Sie arbeiten im Gästehaus, im Garten, im technischen Service, in der Verwaltung und im Studien- und Dialogbereich. Die Freiwilligen führen im Rahmen ihres Friedensdienstes die Gründungsidee weiter und setzen sich vor Ort für Verständigung und Dialog zwischen den Völkern ein. Der Referent beeindruckte die Zuhörer durch seine große Sachkenntnis der Lage vor Ort und seine sehr differenzierten Schilderungen der Friedensbemühungen auf beiden Seiten.

Ein Bienenvolk im Jahreslauf – Einblick in die Imkerei

Beim ersten Männervesper im Jahr 2018 berichteten Karin und Matthias Haas über die Imkerei. Schon seit seiner Jugend betreut Matthias Haas zusammen mit seinem Vater 30 Bienenvölker und engagiert sich in der Ortsgruppe Frickenhofen Höhe des Bienenvereins. Während des Abends erfuhren die interessierten Zuhörer, wie ein Bienenvolk lebt und durch einen Imker betreut wird. Dabei ist die Honig- und Wachsproduktion eigentlich nur ein Nebenprodukt der wichtigsten Aufgabe der Bienen: Ihnen obliegt das Bestäuben der Blüten in Feld und Wald. Ohne die zahlreichen Insekten wäre beispielsweise eine Obsternte nicht denkbar. So leisten die fleißigen Insekten einen wichtigen Beitrag zur Nahrungsmittelproduktion. 

Anhand von zahlreichen Anschauungsgegenständen, wie einem selbstgebauten Bienenkasten, einer Imkerpfeife oder auch eindrucksvollen Bildern brachten die beiden Referenten des Abends ihr Wissen und ihre Erfahrung in der Imkerei den Anwesenden nahe. Im Namen aller bedankte sich Pfarrer Stephan Schiek für alle eindrucksvollen Schilderungen.