Tansania – Was für eine Reise?

Lisa und Janis Fels - Vikare in den evangelischen Kirchengemeinden Göggingen-Leinzell bzw. Ruppertshofen und Spraitbach - verbrachten während ihres Theologiestudiums ein Jahr in Tansania. An der Lutherischen Universität nahe Arusha und auf Reisen kamen sie in Kontakt mit den Menschen des Landes. Von diesen Erlebnissen berichteten sie im evangelischen Gemeindehaus in Spraitbach im Rahmen einer Veranstaltung des Kreuz-und-quer-Teams, eine Gruppe von Mitarbeitenden, die Angebote für Erwachsene in Ruppertshofen und Spraitbach organisiert.

„Tansania – was für eine Reise?“ Unter dieser Fragestellung führten Lisa und Janis Fels durch ihre Erinnerungen, die sie mit kleinen Szenen aus dem Alltag, Fotos und Videoclips anschaulich präsentierten. Zum einen war es für die beiden eine Studienreise – zwei Auslandssemester studierten sie Theologie in einem ganz anderen Kontext, was neue Horizonte und Sichtweisen eröffnete. Es war aber auch eine Reise ins Fremde: Das Land Tansania bietet beeindruckende Landschaften, eine exotische Tier und Pflanzenwelt sowie eine für uns Europäer fremde Kultur mit eigenen Bräuchen und Ritualen. Das letzterer machte den Aufenthalt auch zu einer Zeitreise in die Vergangenheit: „Offenes Kochen über dem Feuer ist üblich in Tansania“, berichtet Lisa Fels, die als Frau öfters mal in eine Küche schauen durfte, während Janis Fels bei den Männern im Wohnzimmer sitzen bleiben durfte oder musste. „Frauen und Männer haben noch getrennte Lebensbereiche und auch die Hierarchien sind stärker ausgeprägt als bei uns,“ berichten die beiden. „Jedoch ist das Gemeinschaftsgefühl und das Aufgehoben sein in der Familie und Dorfgemeinschaft viel größer als hierzulande.“ Für Lisa und Janis Fels war der Aufenthalt in Tansania auch eine Reise zu Glaubensgeschwistern: „Die christlichen Kirchen wachsen hier und Feste wie Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten oder Beerdigungen werden ganz im Sinne der afrikanischen Kultur gefeiert.“

Als Fazit stellten die beiden Vortragenden ihren Aufenthalt als eine Reise zu Freunden dar: „Beziehungen sind ganz wichtig und wir haben während unseres Aufenthaltes gute neue Freunde gefunden, zu denen wir weiterhin Kontakt halten.“

Den Abend hatte der Chor Cantemus der Spraitbacher Kirchengemeinde mit dem Lied „Kumbaya my Lord“ eröffnet. Nach dem Vortrag blieben die Gäste noch gerne zusammen, um sich über das Gesehene und Gehörte auszutauschen.

Männer kochen arabisch für ihre Frauen

Am vergangenen Freitag fand ein Kochkurs der besonderen Art statt: Unter Anleitung von drei Frauen aus Syrien und Ilsabé Waldenmaier vom DRK Schw. Gmünd kochten 7 Männer Speisen aus dem Heimatland der Gäste.

Fremde Zutaten, fremde Gewürze und viel Handarbeit wartete auf die interessierte Gruppe: Am aufwändigsten war die Herstellung der selbstgemachten Shish Barak, arabische Ravioli in Joghurtsauce – vom Teig, über die Füllung und das Formen alles Hand gemacht. Die bunte Tafel bereicherten Mandi – Hähnchen mit würzigem Gemüsereis – Hummus, die traditionelle Kichererbsenpaste und Fatoush – gemischter Salat mit gebratenem Brot.

So fanden die Frauen, die zwei Stunden später eintrafen einen reichhaltig gedeckten Tisch vor und freuten sich auf die Köstlichkeiten, die mit Knafa, einem arabischen Dessert abgeschlossen wurde.

Pfarrer Stephan Schiek bedanke sich im Namen aller Anwesenden bei den Köchinnen für den gelungenen Abend.

„Insektensterben – und was wir dagegen tun können“

Das Treffen des ökumenischen Männervespers der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Ruppertshofen zum Thema „Insektensterben – und was wir dagegen tun können“ fand sehr großen Zuspruch. Mit fast 30 Teilnehmern konnte ein „Besucherrekord“ verzeichnet werden.

Armin Dammenmiller aus Herlikofen, Vorsitzender des NABU Schwäbisch Gmünd, brachte dieses wichtige Thema den interessierten Besuchern nahe. Anhand verschiedener Statistiken, die die Entwicklung der letzten 30 Jahre in den Blick nahmen, zeigte er detailliert auf, dass ein großer Rückgang der Insektenpopulation in Mitteleuropa zu verzeichnen sei.

Manch einer der Anwesenden erinnerte sich noch an das mehrmalige Putzen der Windschutzscheide im von Frühjahr bis Sommer, das in den letzten Jahren immer weniger notwendig wurde. Diese Entwicklung, so Armin Dammenmiller, ist menschengemacht: Durch den Einsatz von immer effizienteren Insektengiften, das Verschwinden der Lebensräume der kleinen Insekten kommt eine Entwicklung in Gange, die noch große Auswirkungen auf die Menschen selbst haben wird. Denn Insekten sind Nahrungsgrundlage für weitere Tiere wie v.a. Vögel. Dammenmiller sprach schon von einem „Stillen Frühling“. Insekten sind wichtig zum Bestäuben der Blüten und für das Zersetzen von pflanzlichem Material. Gegen das Insektensterben kann jeder etwas tun, z.B. im Einsatz für eine ökologische Landwirtschaft und indem Lebensräume für Insekten belassen oder neu geschaffen werden.

Aotearoa – Acht Wochen im Camper
durch das Land der langen weißen Wolke – Neuseeland

Acht Wochen bereisten Isolde und Holger Homberg aus Ruppertshofen Neuseeland, das mit seiner endlos wirkenden Weite beinahe grenzenlose Freiheit vermittelt. In seiner professionell vorbereiteten Bilderreise nahm uns Holger Homberg mit durch dieses wunderschöne Land, das für uns am Ende der Welt liegt. Neben der Reiserroute und interessanten Informationen zu Land und Leuten beeindruckten die Fotos von unberührte Küsten, schneebedeckten Gipfeln, immergrünem Regenwald, rauchende Vulkane und kleinen Geysiren, die mit passender Musik untermalt waren und so eine besondere Stimmung in den Gemeindesaal zauberten. Herzlichen Dank an Herrn Holger Homberg für diesen besonderen Abend.