Friedensklima – Impulsgottesdienst
mit Verleihung der Plakette „Faire Gemeinde“

„Was hat der Klimawandel mit Frieden zu tun?“ – unter diesem Motto stand der Impulsgottesdienst, den die beiden Kirchengemeinden Spraitbach und Ruppertshofen gemeinsam im evangelischen Gemeindehaus in Spraitbach feierten.

Das Vorbereitungsteam hatte sich eingehend mit dieser Fragestellung beschäftigt und lud die Gottesdienstbesucher im voll besetzten Gemeindehaus zum Nachdenken und Ausprobieren neuer Ideen ein. In einer kurzen Theaterszene, die Matthias Bauer und Pfarrer Stephan Schiek humorvoll vortrugen, ging es um den Impuls vieler, dass angesichts der aktuellen Herausforderungen auf der Erde und im persönlichen Umfeld etwas getan werden müsse. Doch wo anfangen? „Am besten bei dir selbst!“ bekamen die Zuhörer mit auf den Weg. In seiner Ansprache empfahl Pfarrer Stephan Schiek anstatt des Wahlspruchs: „Wenn jeder für sich selbst sorgt, ist für alle gesorgt“ umzudenken in „Wenn jeder für die anderen sorgt, ist auch für mich gesorgt. Wenn es dir reicht, reicht‘s mir auch.“ Das sei die Grundlage für ein fruchtbares Friedensklima. Danach konnten die Gottesdienstbesucher selbst kleine Schritte für ein klimagerechteres Handeln ausprobieren, indem Mülltüten aus Zeitungspapier gefaltet oder eigenes Duschgel hergestellt wurden. Ein Filmclip und die Möglichkeit, den persönlichen CO2-Ausstoß zu berechnen, brachten zum Nachdenken.

Im Gottesdienst wurden den beiden Kirchengemeinden Spraitbach und Ruppertshofen die Plakette „Faire Gemeinde“ verliehen, die Pfarrerin Gabriele Walcher-Quast im Auftrag des Diakonischen Werkes in Württemberg überreichte. Damit wird den Kirchengemeinden bestätigt, dass sie „mit ihrem nachhaltigen Engagement dazu beitragen, dass Menschen weltweit heute und in Zukunft ein leben und Gerechtigkeit und Würde führen können.“ Vor Ort wird dies im Bemühen um eine faire und regionale Bewirtung, mit Geschenken aus fairem Handel, mit Müllvermeidung bei Veranstaltungen und mit dem Bezug von Ökostrom umgesetzt.

Der Gottesdienst wurde schwungvoll von einem Musikteam begleitet, das die Besucher mit hineinnahm in die neuen, teils unbekannten Lieder. Im Anschluss gab es die Möglichkeit zum Mittagessen, die viele Gäste nutzen.