Robin Hood – der Held vom Sherwood Forrest

Ritter- und Burgfräuleinfreizeit der Evangelischen Kirchengemeinde Ruppertshofen

Zum fünften Mal veranstaltete die evangelische Kirchengemeinde Ruppertshofen die Ritter- und Burgfräulenfreizeit auf der Burg Steinegg bei Pforzheim. In diesem Jahr machten sich vierzehn ehrenamtliche Mitarbeitende zusammen mit 30 Mädchen und Jungs auf um tief in die Wälder des Sherwood Forrests einzutauchen und die Sagen und Legenden rund um Robin Hood nachzuerleben.

Nach einer entspannten Fahrt mit dem Reisebus kam die Gruppe an ihrem Zielort, der Burg Steinegg, einem Freizeithaus der Evangelischen Kirche Pforzheim, an. Dort erwartete sie schon das Küchenteam um Maria Bauer, das für eine hervorragende Verpflegung während der fünf Freizeittage sorgte.

Am Ende des Rundgangs über die Burg, die vom Burgturm bis in den Gewölbekeller führte, sahen sich die erstaunten Freizeitteilnehmer im Mittelalter angekommen. Sie wurden Zeuge, wie die Soldaten des Sheriffs von Nottingham einer armen Witwe ihr letztes Hab und Gut raubten. Dies war der Auftakt zu zahlreichen Spielszenen, die die Teilnehmenden in das Leben und die Zeit von Robin Hood, seinen Gefährten und seinen Gegenspielern, Prinz John und dem Sheriff von Nottingham führten. Fasziniert konnten alle nacherleben, wie Robin Hood dem geldgierigen und grausamen Sheriff ein ums andere Mal durch List und Tücke dessen Diebesgut abnehmen oder gefangene Gefährten wie Little John befreien konnte. Selbst aus der Falle, die Prinz John ihm bei einem Ritterturnier stellen wollte, kehrte er als Sieger des goldenes Pfeils in sein Versteck zurück. Dramatisch wurde es, als Prinz John Lady Mary-Ann heiraten wollte. Sie hatte Herz jedoch schon an Robin verloren. In letzter Minute erschien der Retter vor dem Traualtar und entführte seine Angebetete in den Wald, wo die beiden von Bruder Tuck in der nur mit Kerzen erleuchteten Waldkapelle getraut wurden. Ende gut, alles gut: als König Richard Löwenherz aus seiner Gefangenschaft zurückkehrte, wurde Robin mit unter dem großen Jubel aller Anwesenden rehabilitiert. Diese Geschichte präsentierten die Mitarbeitenden den interessierten Teilnehmern in lebendigen Rollenspielen und Theaterstücken mit historischen Gewändern und an entsprechend ausgesuchten Orten wie zum Beispiel im Wald, an einer Kapelle oder auf einem mittelalterlichen Markt.

Auch das Freizeitprogramm war darauf abgestimmt, in die Welt des Mittelalters einzutauchen: In Kreativworkshops durften sich die Mädchen und Jungen zuerst eigene Hüte aus Fils, geflochtene Gürtel und einen Halsschmuck herstellen. Am zweiten Freizeittag wurden eigene Schilde, Holzschwerter, Pfeile oder Musikinstrumente wie Rasseln und Lauten gebastelt. Auch Kräutersalz wurde selbst hergestellt. Lagerbauen und ein Geländespiel im nahegelegenen Waldstück, ein Ritterturnier mit Stationen wie Ringewerfen, Wikingerschach und Bogenschießen und ein Willkommensfest für König Richard rundeten das Programm ab. Am Abschlusstag feierte die Freizeitgruppe einen gemeinsamen Gottesdienst, bei dem das Thema „Freundschaft“, das in Gesprächsgruppen mit einer Freundschaftsschachtel und Teamspeilen vertieft wurde, im Mittelpunkt stand.

An den einzelnen Abenden hörten die Kinder eine Geschichte aus ihrem Alltag, die die Themen der Geschichte um Robin Hood nochmals aufgriff: Gemeinsam wurde darüber nachgedacht, was es bedeutet, fair zu sein, für den anderen zu sorgen, ihm zu helfen und für ihn da zu sein. Anhand der Geschichte des Propheten Elia, der von Gott in der Wüste versorgt wurde, erfuhren alle, dass Gott sich auch um jeden einzelnen Menschen kümmern möchte. Diese Themen wurden in den Freizeitalltag eingebunden, indem sich jeder Teilnehmende für einen Tag im Geheimen einen anderen Teilnehmer aussuchen konnte, um den er sich kümmern wollte.