In Wikipedia ist über diesen Film zu lesen :

Ein Dorf sieht schwarz (Originaltitel: Bienvenue à Marly-Gomont) ist eine französische Filmkomödie von Julien Rambaldi. Der Film startete am 8. Juni 2016 in den französischen Kinos. Am 20. April 2017 war der Kinostart in Deutschland.

Die Handlung


1975 erhält der aus Zaire stammende Seyolo Zantoko nach seinem Studium in Lille sein Diplom als Arzt. Weil er die Diktatur in seiner Heimat ablehnt und sich die französische Staatsbürgerschaft erhofft, nimmt er das Angebot des Bürgermeisters von Marly-Gomont an, in dessen Dorf Landarzt zu werden. Seyolo mit Frau und seine beiden Kinder Zivi und Kamini ziehen in ein Haus, das die Gemeinde zur Verfügung gestellt hat.

Die Dorfbewohner haben noch nie schwarze Mitbewohner gehabt und reagieren ablehnend. Die beiden Kinder werden in der Schule zunächst ausgegrenzt, können sich aber bald einfinden. Seyolos Frau Anne hat es schwerer. Es regnet häufig und das Haus ist kalt. Deshalb ruft sie gerne bei den Verwandten in Afrika an. Die erste Telefonrechnung beläuft sich auf 4000 Franc.

Seyolo wartet täglich in seiner Praxis auf Patienten. Doch die fahren lieber zu dem 15 km entfernten, weißen Landarzt. Der alte Bauer Jean empfiehlt, die Gesellschaft der Dorfbewohner zu suchen. Seyolo lernt Darts zu spielen und verbringt seine Abende in der Dorfkneipe. Weil er als Arzt kein Geld verdient, hilft er Jean für Geld auf dessen Hof. Weil er seiner Frau nichts davon gesagt hat, vermutet diese, er habe eine Geliebte.

Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt läuft an. Monsieur Quinquin will der neue Bürgermeister werden. Deshalb kritisiert er den amtierenden Bürgermeister, er könne die medizinische Versorgung der Dorfbewohner nicht sicherstellen.

Inzwischen beginnen die Kneipenbesucher, Seyolo um medizinischen Rat zu fragen. Seyolos Sohn Kamini hat eine Mitschülerin mit nach Hause gebracht, die unter Hautausschlag leidet. Seyolo diagnostiziert eine bakterielle Erkrankung und wendet erfolgreich eine Fangopackung an. Als die Wehen einer schwangeren Dorfbewohnerin vorzeitig einsetzen, hilft er der Frau trotz schwieriger Steißlage, das Kind zu gebären.

Zivi ist eine begeisterte und gute Fußballspielerin. Im Schulsportunterricht spielen allerdings nur die Jungen Fußball. Zivi stellt ihr eigenes Team auf und kickt derart erfolgreich, dass der Sportlehrer gleich den Trainer der örtlichen Fußballmannschaft alarmiert. Dieser nimmt Zivi – obwohl sie ein Mädchen ist – in die Mannschaft auf.

An Weihnachten kommt Seyolos Brüsseler Verwandtschaft zu Besuch und mischt den drögen Dorf-Gottesdienst mit Gospeln auf. Seyolos Studienfreund berichtet, Seyolo habe Leibarzt des schwarzafrikanischen Diktators Mobutu Sese Seko werden können und seine Familie hätte in Luxus leben können. Das wusste Seyolos Frau nicht. Sie ist empört über Seyolos damalige Entscheidung und reist daraufhin zu ihrer Schwester nach Brüssel.

Seyolos Wartezimmer ist jetzt jeden Tag gut gefüllt. Doch neues Ungemach zieht auf: Weil Seyolos alte Staatsbürgerschaft nicht klar ist, darf er nicht mehr praktizieren. Er überlegt, nach Brüssel zu seiner Verwandtschaft zu ziehen.

Seyolo und sein Sohn Kamini gehen zu einem lokalen Fußballspiel. Zu Seyolos Überraschung spielt seine Tochter Zivi in der Mannschaft des Dorfes mit und sie schießt ein Tor nach dem anderen. Die Dorfbewohner feiern den Erfolg ihrer Mannschaft. Seyolo ruft in Brüssel an, um seiner Frau das zu erzählen und sie zu bitten zurückzukommen.

Anne Seyolo kehrt am Tag der Bürgermeisterwahl zurück. Seyolo ist klar geworden, dass sein Schicksal und das des Bürgermeisters verknüpft sind. Deshalb spricht er mit den Dorfbewohnern, dass er das Dorf verlassen müsse. Mit ihm würde auch der Star der Fußballmannschaft ziehen. Nur mit dem amtierenden Bürgermeister würden Seyolo und seine Familie im Dorf bleiben. Als den Dorfbewohnern dies deutlich wird, entscheiden sie sich bei Bürgermeisterwahl für Réné Ramollu.

Am Tag der Wahl führen die Kinder in der Schule ein Schauspiel auf, das sie selbst geschrieben und gestaltet haben. Darin wird die Geschichte der Seyolos erzählt; Kamini spielt seinen Vater. Er meint, dass manchmal auch die Kinder ihren Eltern helfen dürfen.

Am Ende des Films erfahren die Zuschauer aus Texttafeln, dass Seyolo bis zu seinem Tod im Jahr 2009 praktizierte. Seine Kinder gingen nach Brüssel. Sein Sohn Kamini wurde Musiker. Von ihm stammte der Rap-Song, den man während des Abspanns hört, in dem er seine eigene Kindheit in Marly-Gomont beschreibt.